Das allerletzte Kofferpacken der Reise geht uns nach drei Wochen Dauer-Training wie im Schlaf von der Hand. Wir checken offiziell aus. Da uns noch reichlich Zeit bleibt, bis unser Shuttlebus vorfährt, nutzen wir die Stunden für einen letzten Spaziergang durch Downtown. Wir frühstücken gemütlich im Starbucks, während ich ein letztes Mal die E-Mails checke. Über die vom Reisebüro empfohlene App CheckMyTrip überprüfen wir gespannt unseren Flugstatus. Alles läuft absolut planmäßig, wir können die Sache also tiefenentspannt angehen. Nach einem finalen Abschieds-Bummel durch das Macy's Kaufhaus schlendern wir gemütlich zurück zum Hotel. Pünktlich auf die Minute werden wir abgeholt und zum Flughafen chauffiert.
Dort angekommen werden wir vom Personal direkt zu den automatisierten Check-in-Terminals gelotst. Das Problem: Die Automaten helfen uns absolut nicht weiter. Wir wollen unbedingt klären, ob unser Gepäck komplett bis nach Deutschland durchgeroutet wird, da wir von den USA über London nach Düsseldorf fliegen. Also versuchen wir beharrlich, einen echten Mitarbeiter an einem Schalter zu ergattern. Das gestaltet sich als echter Nervenkrieg, da man uns am Schalter partout nicht verstehen will (oder vermutlich einfach nicht versteht). Nach zähen Verhandlungen klappt es dann aber doch und wir halten unsere Tickets glücklich in den Händen. Gepäck geht durch!
Die anschließende Sicherheitskontrolle ist wie gewohnt ein absolut absurdes Spektakel, aber irgendwann stehen wir endlich im Wartebereich. Der Flughafen von L.A. entpuppt sich allerdings als herbe Enttäuschung: Es gibt kaum ansprechende Shops und die Restaurantauswahl ist extrem dünn. Am Ende blättern wir für eine mittelmäßige Pizza und zwei Alibi-Bier über 70 Dollar hin und warten auf das Boarding. Der Langstreckenflug selbst entschädigt uns: Es war die absolut richtige Entscheidung, die teureren Sitzplätze mit extra Beinfreiheit zu buchen. Das Entertainment-Programm an Bord ist erstklassig und sogar das Flugzeugessen ist überraschend genießbar. Die über 10 Stunden Flugzeit vergehen im wahrsten Sinne des Wortes wie im Flug.
In London angekommen steigen wir direkt im Transitbereich um. Es bleibt nur Zeit für einen schnellen Sprint durch die Wartehalle, bevor wir auch schon im Flieger nach Deutschland sitzen. Das Einchecken lief super fix, wir sitzen auf unseren reservierten Plätzen – und dann stehen wir. Und stehen. Und stehen. Der Flieger bewegt sich auf der Startbahn eine gefühlte Ewigkeit keinen Zentimeter. Das Ergebnis: Ausgerechnet der allerletzte Kurzstreckenflug unserer epischen Weltreise fängt sich eine dicke Verspätung ein!
Aber egal – wir sind einfach nur unendlich froh, dass es nach Hause geht. Irgendwann setzt die Maschine schließlich auf dem Asphalt in Düsseldorf auf. Und das nächste Wunder: Auch unsere Koffer tauchen unversehrt auf dem Band auf! Wir schnappen uns den Shuttlebus zum Parkplatz und steuern direkt den nächsten Aldi an, um den heimischen Kühlschrank mit dem Nötigsten aufzufüllen. Nach drei Wochen Abstinenz ist das Autofahren auf deutschen Straßen erst einmal wieder völlig gewöhnungsbedürftig.
Ein kleiner Insider-Nachtrag zum Schluss: Auf unserem offiziellen Reiseplan war für das Finale eigentlich noch eine Übernachtung im „A&O Hotel Düsseldorf“ eingetragen. Das war allerdings ein genialer Buchungstrick unserer absolut empfehlenswerten STA Travel Agency: Durch das Einbuchen dieser fiktiven Hotelübernachtung wurde das gesamte Flugticket von L.A. über London nach Deutschland um ein Vielfaches günstiger, als wenn wir nur den reinen Flug gebucht hätten. Die Übernachtung haben wir natürlich verfallen lassen und liegen stattdessen glücklich im eigenen Bett.
Fazit: Einmal um die Welt – 38.797 Kilometer voller Abenteuer, Kamikaze-Vögel, Sonnenbrände und unvergesslicher Momente. Schön war's, aber daheim ist es eben doch am schönsten! Luna, wir kommen!