Der Tag beginnt trügerisch normal. Von der bevorstehenden Weltumrundung ist in der Wohnung nichts zu spüren. Wir frühstücken entspannt und räumen auf. Nur eine Kleinigkeit fehlt: Der kleine graue Schatten, der einem sonst permanent um die Füße schleicht und Futter anmiaut. Unsere Nachbarin rettet uns vor der aufkeimenden Melancholie und lädt uns spontan zum Mittagessen ein – eine perfekte Idee, da unser eigener Kühlschrank wegen der Abreise bereits rigoros von allem Verderblichen befreit wurde.
Gegen 16:30 Uhr machen wir uns mit Sack und Pack auf den Weg zum Flughafen Düsseldorf. Unseren Wagen parken wir strategisch günstig in Lohausen bei Airparks. 108 Euro für drei Wochen ist ein echter Schnapper! Als wir in den Shuttlebus steigen, erwischt uns die deutsche Kälte ein letztes Mal eiskalt. Am Flughafen sind wir – typisch deutsch – viel zu früh und müssen am Check-in warten. Danach läuft aber alles wie am Schnürchen.
Leider das klassische Airline-Dilemma im Airbus A380: Unsere vorab reservierten Sitzplätze wurden anderweitig vergeben. Nach einer kurzen Reklamation am Schalter fragen wir uns: Warum klickt man sich eigentlich wochenvorher durch den Sitzplan? Am Ende wendet sich das Blatt zum Guten: Wir landen auf Platz 41a und 41b. Notausgang, direkt hinter dem Cockpit, Beinfreiheit ohne Ende! Die knapp sechseinhalb Stunden vergehen wie im Flug – Wortwitz beabsichtigt. Emirates bietet gewohnt grandiosen Komfort, ein bisschen Gratis-Schlaf inklusive. Die ersten 5.004 von insgesamt 38.797 Kilometern sind geschafft!